Die Offenbarung des Rodriguez

Es ist mal wieder soweit! Die Welt geht unter, und das schon in sieben bis dreizehn Tagen. Das ist zumindest die Prophezeiung des Selfmade-Propheten Efrain Rodriguez, der bereits 2010 eine Warnung in Form eines Briefes an die Nasa ausgesprochen hatte.

Laut Rodriguez‘ genauen Berechnungen soll ein gigantischer Asteroid in Puerto Rico einschlagen. Gleichzeitig wird Jesus Christus wiederkehren und seine Jünger zu sich in den Himmel rufen. Der Rest darf sehen, wo er bleibt. Wenn ich mal selbst ein wenig prophezeien darf: ich lande wohl in der Hölle, aber da kenne ich dann wenigstens schon Leute.

Wer sich einen genaueren Tag im Terminkalender freihalten möchte, dafür hat die Anhängerschaft Efrain Rodriguez vorgesorgt: sie haben sich auf den 24. September als Fix-Datum geeinigt. Konsequent, aber auch etwas willkürlich.

Mal sehen, ob ich meine vor wenigen Tagen erst hervorgekramten Pantoffel wieder in Flip-Flops umtauschen kann. Wenn man bedenkt, wie viele Endzeitszenarien in den letzten Jahren an uns vorbeigegangen sind, beispielsweise das Ende des Maya-Kalenders, diverse Eiszeiten und andere Katastrophen, so halte ich das nun nahende Ende für wenig glaubhaft.

Im höchst unwahrscheinlichen Fall des Ausbleibens der Apokalypse, für alle enttäuschten Endzeitfanatiker hier noch ein paar Alternativtermine:



2016 – Gletscher schmelzen und überfluten das Festland (James Hansen / Klimaforscher)
2018 – Atomkrieg (Nostradamos)
2020 – Zweite Wiederkunft Jesus (Jeane Dixon)
2021 – Zweite Wiederkunft Jesus (F. Kenton Beshore)
2026 – Kollision der Erde mit einem Kometen (Messiah Foundation)

 

 

© Markus Gerbl, 2015